ohne überschrift, da mir dazu keine gute einfällt
So, jetzt ist es also soweit, dass ich versuch, mich über das Bloggen im Allgemeinen auszulassen. So ganz ehrlich wollt ich das ja schon immer mal machen, weil es irgendwie jeder macht. (Zumindest die Leute, die man bewundert, weil sie so bekannt, beliebt, groß, anerkannt, typisch, ... sind. So wie ich gern wäre.) Das Typische schreiben, ob es nicht doch zuviel ist, was ich hier schreib und irgendwie in ne Art seelischen Exhibitionismus ausartet oder so. Obwohl das eigentlich immer schon meine Absicht war (ludus litterarum veriverbium), aber mittlerweile ist es keine Überwindung mehr, sondern schon fast sowas wie ne Sucht. Und auch wenn meine Absicht wirklich war, ganz ehrlich zu sein und viel über meine Gedanken zu sagen, andre in meine Welt mit hineinzunehmen, mittlerweile macht mir das Angst. Son bissle, Angst ist das falsche Wort, nee Angst ist überhaupt falsch. Aber so was ähnliches, Unwohlsein vielleicht. Nein auch nicht, vielleicht sogar eher das Gegenteil. Aber irgendwie denk ich drüber nach. Und kann schon gar nicht mehr sachlich und unbeteiligt schreiben, was ich dann doch als Nachteil empfinde.
Und, was auch immer das jetzt über mich aussagt. Egal. Ich hab zwar nicht genug drüber nachgedacht, abersagen schreiben musste ich das.
Und, was auch immer das jetzt über mich aussagt. Egal. Ich hab zwar nicht genug drüber nachgedacht, aber
elein - So, 24. Jun. 2007, 22:03
5 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
scipio (Gast) - Mo, 01:02
Beim Bloggen...
...gibt es so verschiedene Phasen, würde ich sagen. So wie bei der Trauer. Systematisiert habe ich sie noch nicht gesehen.
Ich versuche mal aufzuschreiben, was mir einfällt (um 00.52 Uhr...):
- zaghafter, selbstzweifelnder Beginn
- regelmäßiges Bloggen, Ausloten möglicher Themen und Stile
- Im realen Leben dauern denken: Was blogge ich denn als nächstes? Wo ist ein Thema?
- Zweifel an sich selbst: Bin ich blog-süchtig?
- Überdruß: Keine Themen, keine Worte, Schreibhemmung
- Schreiben auf höherer Ebene: mit dem Gefühl, endlich sagen zu können, was man schon immer sagen wollte, und so, wie man es schon immer ersehnte
Die späteren Phasen können sich wie eine Endlosschleife immer wiederholen. Auch erzwungene Blogpausen können einen in einen anderen Zustand versetzen.
Und nein: Angst ist nicht falsch. Beim Bloggen kann man jede Menge Ängste erleben, und die, nicht mehr authentisch zu sein, zu weit gegangen zu sein oder nicht halten zu können, was man sich und den Lesern versprach, ist eine wichtige!
Weitermachen. Bitte!
O mei: das "verzerrt angezeigte Wort" lautet: "sins" . Was will mir das jetzt sagen? Warum nicht "Grace" oder "Mercy"?
Ich versuche mal aufzuschreiben, was mir einfällt (um 00.52 Uhr...):
- zaghafter, selbstzweifelnder Beginn
- regelmäßiges Bloggen, Ausloten möglicher Themen und Stile
- Im realen Leben dauern denken: Was blogge ich denn als nächstes? Wo ist ein Thema?
- Zweifel an sich selbst: Bin ich blog-süchtig?
- Überdruß: Keine Themen, keine Worte, Schreibhemmung
- Schreiben auf höherer Ebene: mit dem Gefühl, endlich sagen zu können, was man schon immer sagen wollte, und so, wie man es schon immer ersehnte
Die späteren Phasen können sich wie eine Endlosschleife immer wiederholen. Auch erzwungene Blogpausen können einen in einen anderen Zustand versetzen.
Und nein: Angst ist nicht falsch. Beim Bloggen kann man jede Menge Ängste erleben, und die, nicht mehr authentisch zu sein, zu weit gegangen zu sein oder nicht halten zu können, was man sich und den Lesern versprach, ist eine wichtige!
Weitermachen. Bitte!
O mei: das "verzerrt angezeigte Wort" lautet: "sins" . Was will mir das jetzt sagen? Warum nicht "Grace" oder "Mercy"?
elein - Mo, 01:57
wow...so jemand von den von mir bewunderten leuten schreibt hier was ;)
danke =) für den ausführlichen Kommentar und vor allem für das "Weitermachen. Bitte!" =)
Bei den Phasen musst ich erstmal lächeln, weil es mir alles so bekannt vorkam, bis auf die letzten beiden Punkte. Wobei...wenn ich so drüber nachdenk (um 1.28 Uhr...), in etwas abgeschwächter Form gab es die vielleicht auch schon mal. Und das mit den erzwungenen Blogpausen auch, sowieso.
Angst ist nicht falsch? Na dann...also irgendwie glaub ich dir das sogar.
ach ja und für die verzerrten Worte kann ich nichts...das ist ja schlimm, wie twoday hier die Leute erschreckt...
Bei den Phasen musst ich erstmal lächeln, weil es mir alles so bekannt vorkam, bis auf die letzten beiden Punkte. Wobei...wenn ich so drüber nachdenk (um 1.28 Uhr...), in etwas abgeschwächter Form gab es die vielleicht auch schon mal. Und das mit den erzwungenen Blogpausen auch, sowieso.
Angst ist nicht falsch? Na dann...also irgendwie glaub ich dir das sogar.
ach ja und für die verzerrten Worte kann ich nichts...das ist ja schlimm, wie twoday hier die Leute erschreckt...
SCHLAGLOCH - Mo, 16:05
Hallo! Es ist ganz selbstverständlich und nicht neu in der Bloggerszene,
dass man sich Gedanken über das Bloggen macht. Die einen früher, die anderen später. Manche haben sich schon bei Blogeröffnung Gedanken über das Schreiben im Blog gemacht. Man sollte nicht an die Leser denken, sonder an das, was man selbst sagen will. Meine Bloggerthese:
"Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über mich und meine Umgebung. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirns. Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Lebens und der Welt zu beantworten...
Beim Talausgang erheben sich die Felswände des Dobratsch. Die Felswände sind bei bewölktem Himmel aschgrau. In den Felsschluchten liegt noch Schnee, der Wald am Bergfuß ist blauschwarz. Schon viele, die aus dem Gailtal fliehen wollten, sind mit dem Kopf gegen diese Felswände gerannt. Sie haben sich die Köpfe blutig geschlagen, der Berg lässt niemanden vorbei. Mit dem Kopf gegen die Felswand..."
Gruss schlagloch.
"Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über mich und meine Umgebung. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirns. Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Lebens und der Welt zu beantworten...
Beim Talausgang erheben sich die Felswände des Dobratsch. Die Felswände sind bei bewölktem Himmel aschgrau. In den Felsschluchten liegt noch Schnee, der Wald am Bergfuß ist blauschwarz. Schon viele, die aus dem Gailtal fliehen wollten, sind mit dem Kopf gegen diese Felswände gerannt. Sie haben sich die Köpfe blutig geschlagen, der Berg lässt niemanden vorbei. Mit dem Kopf gegen die Felswand..."
Gruss schlagloch.
elein - Di, 17:01
hallo schlagloch
"mit dem Kopf gegen die Felswand"
hört sich relativ gefährlich und sinnlos und lebensmüde an...
"Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirns."
hoffentlich nicht nur...
"Man sollte nicht an die Leser denken, sonder an das, was man selbst sagen will."
aber an die Leser, find ich, sollte man unter anderem auch denken...
"Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Lebens und der Welt zu beantworten..."
neee....vielleicht um sich selbst über die Antworten klar zu werden, aber machen kann man die nicht selber. zumindest meine Meinung.
lg elein
"mit dem Kopf gegen die Felswand"
hört sich relativ gefährlich und sinnlos und lebensmüde an...
"Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirns."
hoffentlich nicht nur...
"Man sollte nicht an die Leser denken, sonder an das, was man selbst sagen will."
aber an die Leser, find ich, sollte man unter anderem auch denken...
"Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Lebens und der Welt zu beantworten..."
neee....vielleicht um sich selbst über die Antworten klar zu werden, aber machen kann man die nicht selber. zumindest meine Meinung.
lg elein
SCHLAGLOCH - Mo, 17:59
Hallo! Um die Dorfstrukturen
in einem Gebirgstal zu verändern und die Sicht zu weiten, muß man "mit dem Kopf gegen die Felswand". Von der Wahrnehmung:
VORBEMERKUNG ZU MEINEM TEXT/ LANDSHAFTEN SIND NUR ZUM TEIL REALITÄT/ DER GRÖSSERE TEIL EINER LANDSCHAFT ENTSTEHT IM KOPF/ ZUR VERDEUTLICHUNG/ LASSEN SIE DREI KÜNSTLER DIE SELBE LANDSCHAFT MALEN UND SIE WERDEN DREI VERSCHIEDENE BILDER HABEN/ ZU EINER WANDERUNG/ ES IST EIGENTLICH EINE WALLFAHRT/ DURCH EINE „KOPF-LANDSCHAFT LADE ICH SIE EIN/
DAS. INNERE. OHR
DONNERSTAGNACHMITTAG NACH OSTERN. DIE UHR STEHT. ALLES LÄUFT. KREISSÄGE. SCHLEIFMASCHINE. GENERATOR. EIN TAG AN DEM ES NICHT REGNET. DIE SPINNE SPIEGELT SICH IM FENSTER. DIE ARBEIT. IN DER WERKSTÄTTE. BÜRO. SCHEUNE. WIRD LUSTLOS AUSGEFÜHRT. AUTOS FAHREN AN DER WERKSTÄTTE. BÜRO. SCHEUNE. GERÄUSCHVOLL VORBEI. LUSTVOLL EINATMEN. AUSATMEN. LEO IST KEIN FITMASCHIERER. SINGENDE AUTOREIFEN. KEILRIEMEN. MÄUSE. FREUDE AN DER BERÜHRUNG. FINGERNÄGEL WACHSEN IN DEN HIMMEL. SONNE. DER DAUMEN VERSINKT. IM SAND. DAS ENDE EINES NACHMITTAGS. DIE GEDANKEN SCHWIMMEN IM LUSTWASSER. EINEN APFEL TEILEN. LUST AUF DIE UM MITTERNACHT BEGINNENDE WAHLFAHRT. DEN RUCKSACK EINPACKEN. WC-PAPIER. VERBANDSZEUG. HANDTUCH. REGENSCHUTZ. SONNENHUT. LEO SITZT AM BETT. BLEISTIFT. NOTIZBUCH. SPITZER. KAMM. ZÜNDEN. DER LAMPENSCHIRM IST ROT. SCHERE. SCHNUR. BRIEFÖFFNER. MESSER. TASCHENTUCH. EIN BILD MIT TANZENDEN FRAUEN AN DER WAND. FOTOAPARAT. ERSATZFILM. KAUGUMMI. LIMONADE. SPECKBROTE. ALLES WIRD ÜBERPRÜFT. DIE SCHUHE. GEDANKEN. MUND. NICHTS VERGESSEN BEDEUTET UNABHÄNGIGKEIT. DIE FURCHT VERGESSEN ZU WERDEN. BEI DER ARBEIT. BEIM SPIELEN. BEIM ESSEN. LEO VERGISST ÄUSSERES. EINE REISE IN DAS INNERE. DAS VERLANGEN NACH ERFORSCHUNG DER AUSSENWELT. INNENWELT. DER ÄUSSEREN. INNEREN. LUSTZENTREN. DER WEG IST DAS ZIEL.
VORBEMERKUNG ZU MEINEM TEXT/ LANDSHAFTEN SIND NUR ZUM TEIL REALITÄT/ DER GRÖSSERE TEIL EINER LANDSCHAFT ENTSTEHT IM KOPF/ ZUR VERDEUTLICHUNG/ LASSEN SIE DREI KÜNSTLER DIE SELBE LANDSCHAFT MALEN UND SIE WERDEN DREI VERSCHIEDENE BILDER HABEN/ ZU EINER WANDERUNG/ ES IST EIGENTLICH EINE WALLFAHRT/ DURCH EINE „KOPF-LANDSCHAFT LADE ICH SIE EIN/
DAS. INNERE. OHR
DONNERSTAGNACHMITTAG NACH OSTERN. DIE UHR STEHT. ALLES LÄUFT. KREISSÄGE. SCHLEIFMASCHINE. GENERATOR. EIN TAG AN DEM ES NICHT REGNET. DIE SPINNE SPIEGELT SICH IM FENSTER. DIE ARBEIT. IN DER WERKSTÄTTE. BÜRO. SCHEUNE. WIRD LUSTLOS AUSGEFÜHRT. AUTOS FAHREN AN DER WERKSTÄTTE. BÜRO. SCHEUNE. GERÄUSCHVOLL VORBEI. LUSTVOLL EINATMEN. AUSATMEN. LEO IST KEIN FITMASCHIERER. SINGENDE AUTOREIFEN. KEILRIEMEN. MÄUSE. FREUDE AN DER BERÜHRUNG. FINGERNÄGEL WACHSEN IN DEN HIMMEL. SONNE. DER DAUMEN VERSINKT. IM SAND. DAS ENDE EINES NACHMITTAGS. DIE GEDANKEN SCHWIMMEN IM LUSTWASSER. EINEN APFEL TEILEN. LUST AUF DIE UM MITTERNACHT BEGINNENDE WAHLFAHRT. DEN RUCKSACK EINPACKEN. WC-PAPIER. VERBANDSZEUG. HANDTUCH. REGENSCHUTZ. SONNENHUT. LEO SITZT AM BETT. BLEISTIFT. NOTIZBUCH. SPITZER. KAMM. ZÜNDEN. DER LAMPENSCHIRM IST ROT. SCHERE. SCHNUR. BRIEFÖFFNER. MESSER. TASCHENTUCH. EIN BILD MIT TANZENDEN FRAUEN AN DER WAND. FOTOAPARAT. ERSATZFILM. KAUGUMMI. LIMONADE. SPECKBROTE. ALLES WIRD ÜBERPRÜFT. DIE SCHUHE. GEDANKEN. MUND. NICHTS VERGESSEN BEDEUTET UNABHÄNGIGKEIT. DIE FURCHT VERGESSEN ZU WERDEN. BEI DER ARBEIT. BEIM SPIELEN. BEIM ESSEN. LEO VERGISST ÄUSSERES. EINE REISE IN DAS INNERE. DAS VERLANGEN NACH ERFORSCHUNG DER AUSSENWELT. INNENWELT. DER ÄUSSEREN. INNEREN. LUSTZENTREN. DER WEG IST DAS ZIEL.


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