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Montag, 23. Juni 2008

echt?

"Die Teilnahme an der Eucharistie entfernt uns also nicht von unseren Zeitgenossen, im Gegenteil (...)"

Benedikt XVI. am Sonntag am Abend in einer Videobotschaft zum 49. Eucharistischen Kongress in Kanada

Okay, das ist ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat. Aber ich würd das gern mal bewiesen haben. Es fühlt sich nämlich manchmal auch anders an, obwohl ichs dem Bene glaube.

Trackback URL:
http://elein.twoday.net/stories/5013464/modTrackback

philipp (Gast) - Mo, 18:48

....

ahoi nach langer zeit mal wieder.....

welche zeitgenossen hat benedikt denn gemeint?
weil ich denk schon das das abendmahl (wie es bei uns evangelischen heißt) schon irgendwie vom rest der welt unterscheidet. weil das abendmahl bzw. die eucharistie ist ja einer der zentralen punkte unseres glaubens(lebens) und ein passendes bibelzitat hätte ich auch wenn bibleserver schneller laden würde. so sinngemäß ist es: das kreuz ist für die die jesus nicht kennen schwachsinn, für uns christen aber eine große kraft. ich hab keine ahnung wo das steht (irgendwo in den briefen) aber es passt.

liebe grüße aus württemberg,
philipp

elein - Di, 12:26

bibleserver lädt diesesmal ganz gut

hi
du meinst 1kor1,18 ;) und es passt wirklich, (wobei ich deine sinngemäße "übersetzung" grad noch viel besser finde als wie es bei mir drin steht). eben deswegen hab ich mich ja gefragt, ob bene mit dem satz wirklich recht hat, weil es sich im zusammenhang schon so anhört, als würde er mit zeitgenossen alle menschen auf der ganzen welt ohne unterschiede meinen. aber ich merk oft grade im zusammenhang mit der eucharistie oder anderen so zentralen punkten, dass uns das soo "vom rest der welt unterscheidet"... aber vielleicht ist unterscheiden nicht das gleiche wie entfernen...
lg aus münchen
weichensteller - Mo, 22:57

Nun,

ich würde sagen, die Eucharistie bringt den Menschen zuerst einmal zu sich selbst. Wenn Christus, das Wort, durch das wir geschaffen sind, sich uns schenkt?

Und dann hat er doch gesagt:
Nehmet und esset ALLE davon.... - also bringt er uns auch zusammen!

Wobei auch für uns noch was zu tun bleibt, denn beim Zusammenrufen sind ja noch nicht alle gekommen. Und vielleicht haben auch noch nicht alle den Ruf gehört...

Liebe Grüße aus dem Süden!
Schön, dass du nach Sydney fährst!

elein - Di, 12:47

die Eucharistie bringt mich zu mir selbst... das klingt irgendwie richtig, fühlt sich auch oft so an, muss ich mir merken...

und alle zusammenrufen, ja, aber die Frage ist: wie???

liebe Grüße nach Österreich!
elein - Di, 12:06

nochmal mehr vom Bene

Die Eucharistie ist unser schönster Schatz. Sie ist das Sakrament par excellence. Sie führt uns vor allem in das ewige Leben ein. Sie enthält das ganze Geheimnis unseres Heiles. Sie ist die Quelle und die Spitze des Tuns und des Lebens der Kirche, wie das 2. Vatikanische Konzil uns erinnert hat. Es ist daher besonders wichtig, dass die Hirten und die Gläubigen sich ununterbrochen in dieses große Sakrament vertiefen. Jeder kann auf diese Weise seinen Glauben stärken und jeden Tag besser seine Mission in der Kirche und der Welt erfüllen. Er kann sich daran erinnern, dass es eine Fruchtbarkeit der Eucharistie in seinem persönlichen Leben gibt, wie auch im Leben der Kirche und der Welt. Der Geist der Wahrheit bezeugt sich in euren Herzen, bezeugt auch ihr vor den Menschen Christus – wie es die Antiphon des Alleluja dieser Messe sagt. Die Teilnahme an der Eucharistie entfernt uns also nicht von unseren Zeitgenossen, im Gegenteil, weil sie der Ausdruck der Liebe Gottes par excellence ist, erinnert sie uns daran, uns mit unseren Brüdern dafür zu engagieren, uns den gegenwärtigen Herausforderungen zu stellen und aus unserem Planeten einen Ort zu machen, an dem man gut leben kann. Daher muss man ununterbrochen dafür kämpfen, dass jede Person von seiner Empfängnis bis zum natürlich Tod respektiert wird, damit unsere reichen Gesellschaften die armen aufnehmen und ihnen ihre Würde wieder geben, damit jede Person sich und ihre Familie ernähren kann, damit der Friede und die Gerechtigkeit auf allen Kontinenten erstrahlen. Das sind einige der Herausforderungen, die unsere Zeitgenossen mobilisieren müssen und für die die Christen ihre Kraft aus dem Mysterium der Eucharistie schöpfen müssen.

Geheimnis des Glaubens - das verkünden wir bei jeder Messe. Ich möchte gerne alle einladen, dies große Geheimnis zu studieren, besonders durch Lektüre und Erforschung, allein und in Gruppen des Konzils-Textes über die Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ um so in der Lage zu sein, mutig Zeugnis von dem Geheimnis abzulegen.. So kann jeder dazu kommen, die Bedeutung jedes Aspektes der Eucharistie besser zu verstehen, kann seine Tiefe verstehen und sie mit größerer Intensität leben. Jeder Satz, jede Geste hat ihre eigene Bedeutung und erschließt ein Geheimnis. Ich hoffe sehr, dass dieser Kongress als ein Appell für alle Gläubigen ist, sich erneut zu Eucharistischer Katechese zu verpflichten. So sollen alle eine echte eucharistische Wachheit gewinnen und sollen ihrerseits Kinder und junge Menschen lehren, das zentrale Geheimnis des Glaubens zu erkennen und ihr Leben rund um es aufzubauen.

Flyhigh (Gast) - Di, 17:20

Hm...

Was ist denn "eine echte eucharistische Wachheit"?
philipp (Gast) - Di, 19:58

aha....

ahoi,

also meint er dann eher zum einen das die eucharistie die christen untereinander zusammenbringt und zum anderen das wir christen durch die eucharistie den auftrag haben raus in die welt zu gehen?
also so hab ich es verstanden.....und so im zusammenhang klingt das ganz logisch.....danke für den ganzen text.

grüßle
Philipp
elein - Mi, 15:49

@flyhigh
hm...ich hab den Ausdruck auch nie zuvor gehört. Würde aus dem Zusammenhang sagen, dass man aufmerksam ist und versteht, wie wertvoll die Eucharistie ist und sein Leben danach ausrichtet. Weiß aber auch nicht so genau...

@philipp
ja, dass es die christen untereinander zusammenbringt hab ich zwar da nicht so ganz direkt raus gelesen, stimmt aber sicher auch.
weichensteller - Mi, 23:37

Eucharistische Wachheit

Dass Menschen in der Messe wissen und erfahren, was die Eucharistie ist und für sie bedeutet (und nicht nur absitzen oder aus einem äußerlichen Grund suchen);
dass die Lebenshingabe Jesu sich auch in unserer Hingabe wiederfindet;
dass Gott seine heilende und gerechtmachende Anwesenheit in unserem Leben erfahrbar macht.
Und dass es Sakrament ist - d.i. gerade der katholische Zugang zu Gottes Präsenz in der Welt: Weil das alles nämlich ER tut, und nicht wir. Z.B. die Sammlung der Menschen. ER ruft sie, ER öffnet sie für den Ruf, ER schickt Helfer und Boten, Hörer und Sprecher. Und ER gibt uns Erkenntnis, wo und wann WIR gemeint sind und dran sind mit unserem Tun und Mitwirken.

So, genug der Belehrungen. Steht e alles im Konzilstext und in der B.Rede.
Find ich gut, sich damit auseinanderzusetzen. Glaubenskernbereich.
philipp (Gast) - Do, 00:09

hm....

"....Die Teilnahme an der Eucharistie entfernt uns also nicht von unseren Zeitgenossen, im Gegenteil, weil sie der Ausdruck der Liebe Gottes par excellence ist, erinnert sie uns daran, uns mit unseren Brüdern dafür zu engagieren,...."

also ich würd die passage schon so deuten das die eucharistie uns zusammenbringt.

grüßle,
philipp
Flyhigh (Gast) - Do, 10:09

"Weil das alles nämlich ER tut, und nicht wir. Z.B. die Sammlung der Menschen. ER ruft sie, ER öffnet sie für den Ruf, ER schickt Helfer und Boten, Hörer und Sprecher. Und ER gibt uns Erkenntnis, wo und wann WIR gemeint sind und dran sind mit unserem Tun und Mitwirken."
Hm... würd ich so nicht bedingungslos unterschreiben. ER ruft, aber wir müssen auch hören, ER öffnet, aber auch nur, wenn wir es wollen, ER beauftragt höchstens, gehen müssen wir selber und auch bei der Erkenntnis liegt es an uns diese anzunehmen. (Und da du schriebst, dass es "der katholische Zugang" sei: Meines Wissens ist auch in der evangelischen Lehre die Eucharistie ein zentraler Bestandteil.)

Wollt ich nur nochmal loswerden. Ansonsten Danke für die Erklärung(en) zur eucharistischen Wachheit. :)
weichensteller - Do, 20:01

Ja, da hast du natürlich überall recht,

das ist das Thema der Gnadentheologie, dass Gottes Gnade unserem menschlichen Wollen und Tun VORHERGEHT, wie Augustinus sagt, und trotzdem der Mensch frei ist in seinem Tun, wie es vielleicht stärker Thomas von Aquin betont hat.

Ich meine, dass man niemals auf einen grünen Zweig kommen kann, solange man menschliche Freiheit (und Verantwortung) und Gottes Gnade in Konkurrenz sieht.

Das Katholische am Sakramentenverständnis ist die Unabhängigkeit des sakramentalen Vorgangs von der menschlichen reinen Gesinnung. Ob in der Hostie wirklich Christus begegnet, liegt nicht daran, ob ich das in dem Moment auch denke. Katholiken bewahren die konsekrierten Hostien im Tabernakel und betrachten sie als den Leib des Herrn, der auch außerhalb der Feier verehrt wird. In ev. Kirchen gibt es keinen Tab. und keine Kniebeuge. Die Anwesenheit Gottes im Sakrament geht von Gott aus und bedient sich des Menschen. Darauf folgt dann auch das kath. Amtsverständnis.
Feline (Gast) - So, 00:28

Eucharistie ist eine große Sache! Was ist mit denen die nicht empfangen dürfen, die Bereuen und trotzdem die Sehnsucht nach dem Leib Christi haben? Ausgeschlssen?!?!

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