ernsthaft erwachsen sein
Irgendwie scheinen so viele Leute zu wissen, wo sie hin wollen. Was sie im Leben mal erreichen wollen, welche Ziele sie haben und was ihnen wichtig ist. Irgendwie wirken so viele Leute um mich herum so... so... erwachsen.
Manchmal komm ich mir dann immer noch wie so ein kleines Kind vor. Klar, ich studier jetzt - aber so innen drin fühl ich mich noch viel zu jung dafür, so selbstständig zu sein. Mich nicht von anderen abhängig zu machen, nicht einfach mitzumachen, sondern eigene Ziele zu verfolgen, wo man mir noch nicht mal sagt, dass es welche auszusuchen gibt. Komischerweise gehts ja alles trotzdem, nur irgendwie...
Ich weiß so viel zu wenig, ich kann nicht mit Professoren am selben Tisch über irgendein ernsthaftes Thema reden, seis politisch oder was weiß ich. Über Arbeitsplätze oder Berufsaussichten, Wirtschaftsthemen und Existenzgründung, über die Wettervorhersagen oder Hochschulpolitik. Davon hab ich doch keine Ahnung, damit kenn ich mich echt nicht aus.
Wirken die anderen alle nur so? Reden die nur so altklug daher, wiederholen, was sie schon mal gehört haben? Würd ich gern glauben...aber ich glaub, es ist nicht so.
Dann steh ich immer daneben und hör einfach nur zu. So wie es kleine Kinder machen, wenn die Eltern Besuch haben und beim Kaffee diskutieren. Versteh manchmal nicht alles und hör einfach nur zu. Und denk mir: so würd ich auch gern sein...
Aber jetzt bin ich einfach noch kindisch und kümmer mich nicht so großartig um den Ernst des Lebens, leb halt immer den nächsten Tag. Lachen und mich an kleinen Dingen freuen, das kann ich wenigstens, und das ist doch auch schon was. Oder?
Manchmal komm ich mir dann immer noch wie so ein kleines Kind vor. Klar, ich studier jetzt - aber so innen drin fühl ich mich noch viel zu jung dafür, so selbstständig zu sein. Mich nicht von anderen abhängig zu machen, nicht einfach mitzumachen, sondern eigene Ziele zu verfolgen, wo man mir noch nicht mal sagt, dass es welche auszusuchen gibt. Komischerweise gehts ja alles trotzdem, nur irgendwie...
Ich weiß so viel zu wenig, ich kann nicht mit Professoren am selben Tisch über irgendein ernsthaftes Thema reden, seis politisch oder was weiß ich. Über Arbeitsplätze oder Berufsaussichten, Wirtschaftsthemen und Existenzgründung, über die Wettervorhersagen oder Hochschulpolitik. Davon hab ich doch keine Ahnung, damit kenn ich mich echt nicht aus.
Wirken die anderen alle nur so? Reden die nur so altklug daher, wiederholen, was sie schon mal gehört haben? Würd ich gern glauben...aber ich glaub, es ist nicht so.
Dann steh ich immer daneben und hör einfach nur zu. So wie es kleine Kinder machen, wenn die Eltern Besuch haben und beim Kaffee diskutieren. Versteh manchmal nicht alles und hör einfach nur zu. Und denk mir: so würd ich auch gern sein...
Aber jetzt bin ich einfach noch kindisch und kümmer mich nicht so großartig um den Ernst des Lebens, leb halt immer den nächsten Tag. Lachen und mich an kleinen Dingen freuen, das kann ich wenigstens, und das ist doch auch schon was. Oder?
elein - Mo, 29. Okt. 2007, 20:03
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Pas (Gast) - Mi, 02:10
naja...
"Wirken die anderen alle nur so? Reden die nur so altklug daher, wiederholen, was sie schon mal gehört haben? Würd ich gern glauben...aber ich glaub, es ist nicht so."
ich schon. meinst du wirklich, alle haben ihr Leben bis zur Rente schon verplant? Meinst du wirklich, jeder erfindet täglich das Rad neu, während du einfach zu Fuß gehst?
du hast ganz richtig angefangen: "es scheint"
ich schon. meinst du wirklich, alle haben ihr Leben bis zur Rente schon verplant? Meinst du wirklich, jeder erfindet täglich das Rad neu, während du einfach zu Fuß gehst?
du hast ganz richtig angefangen: "es scheint"
weichensteller - Do, 13:36
Hallo Elein!
Du wirst mir immer sympathischer. Erstens weißt du von deinem Nichtwissen, zweitens hörst du zu, drittens bist du so offen und ehrlich und erzählst davon. Und dass ich großen Respekt habe vor Menschen, die nicht hinterher laufen und alles nachmachen, sondern eigene Wege gehen, habe ich dir schon öfter geschrieben.
Aber jetzt möchte ich deine Selbstoffenbarung noch in einem anderen Licht sehen:
Die alle ihre Ziele haben, die so geschäftig sind und überall Bescheid wissen - die alles so selbstverständlich nehmen: die sind dir FRAGLICH, Elein. FRAGLICH, das ist mein Wort. Also: fragwürdig, hinterfragbar, also nicht überzeugend und kongruent. Versteh mich, das ist jetzt keine Kritik an diesen Unbekannten, sondern das ist eine Deutung deiner Wahrnehmung (die du ja schon öfter geäußert hast).
Und genau so verstehe ich zeitgemäßes Glauben: das Fragliche erkennen, und dann fragen. Dem Fraglichen nachgehen, und im Zurückweichenden dann das Bestehende finden - DEN Bestehenden.
Zu deiner Messfrage:
Jede Teilnahme an jeder Eucharistiefeier ist sinnvoll, egal wie gut oder schlecht Predigt, Gestaltung oder Kirchenraum sind. Denn Christus sagt: "Nehmet und esset alle davon...", und du hast ihn rufen gehört und bist gekommen, um zu nehmen und dich von ihm mit seinem Leben beschenken zu lassen. Das ist alles, was zählt. Das hängt nicht ab von der Stimmung und Konzentration, das ist überhaupt kein subjektiver Vorgang (das wird protestantischerseits viel stärker betont), sondern das tut Gott mit uns: er beschenkt uns.
So weit erst mal.
Das mit der Fraglichkeit muss ich bestimmt noch mal genauer erklären.
Alles Liebe!
Aber jetzt möchte ich deine Selbstoffenbarung noch in einem anderen Licht sehen:
Die alle ihre Ziele haben, die so geschäftig sind und überall Bescheid wissen - die alles so selbstverständlich nehmen: die sind dir FRAGLICH, Elein. FRAGLICH, das ist mein Wort. Also: fragwürdig, hinterfragbar, also nicht überzeugend und kongruent. Versteh mich, das ist jetzt keine Kritik an diesen Unbekannten, sondern das ist eine Deutung deiner Wahrnehmung (die du ja schon öfter geäußert hast).
Und genau so verstehe ich zeitgemäßes Glauben: das Fragliche erkennen, und dann fragen. Dem Fraglichen nachgehen, und im Zurückweichenden dann das Bestehende finden - DEN Bestehenden.
Zu deiner Messfrage:
Jede Teilnahme an jeder Eucharistiefeier ist sinnvoll, egal wie gut oder schlecht Predigt, Gestaltung oder Kirchenraum sind. Denn Christus sagt: "Nehmet und esset alle davon...", und du hast ihn rufen gehört und bist gekommen, um zu nehmen und dich von ihm mit seinem Leben beschenken zu lassen. Das ist alles, was zählt. Das hängt nicht ab von der Stimmung und Konzentration, das ist überhaupt kein subjektiver Vorgang (das wird protestantischerseits viel stärker betont), sondern das tut Gott mit uns: er beschenkt uns.
So weit erst mal.
Das mit der Fraglichkeit muss ich bestimmt noch mal genauer erklären.
Alles Liebe!
weichensteller - Do, 21:42
Ein Zitat aus meinem Lieblingsbuch
“Im Grunde wissen in den Jahren der Lebensmitte wenig Menschen mehr, wie sie eigentlich zu sich selbst gekommen sind, zu ihren Vergnügen, ihrer Weltanschauung, ihrer Frau, ihrem Charakter, Beruf und ihren Erfolgen, aber sie haben das Gefühl, dass sich nun nicht mehr viel ändern kann. ... Noch viel sonderbarer aber ist es, daß die meisten Menschen das gar nicht bemerken; sie adoptieren den Mann, der zu ihnen gekommen ist, dessen Leben sich in sie eingelebt hat.”
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
dilettantus in interrete (Gast) - Fr, 12:23
Ich erlebte vor einigen Jahren ein Gespräch zwischen meiner Frau und meiner Mutter. Beide waren sich einig: Erwachsen wird der nicht mehr - Nur die Bwertung dieser Tatsache war entgegengesetzt. Ich ziehe die meiner Gattin ("glücklicherweise")vor.


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