EX VITA

Und um mal wieder normale Beiträge zu machen:

Spiel grade mit dem Gedanken, mir Star Wars DVD(s) zu kaufen. Wenn ich was kaufe, dann so Klassiker, die man sich auch in 20 Jahren noch angucken kann. Und das auch gern tut. Hoffentlich kann ich die Filme in den nächsten Tagen wenigstens mal anschauen, weil kaufen werd ich ja doch nichts.

Freu mich grade seltsamerweise auf die Uni, endlich mal wieder was lernen... und hab während der Semesterferien ab und zu sogar die Abiturienten beneidet. (Die wissen so viel, und außerdem haben sie immer tolle Ausreden, sich vor unliebsamen Dingen zu drücken.) Nur meine Faulheit hat mich davon abgehalten, schon diese Woche nen freiwilligen völlig überflüssigen Mathekurs mitzumachen.

Hab vor kurzem beim Kaffeetrinken anlässlich des Geburtstags meiner Oma ausnahmsweise kein bisschen Kuchen auf den Boden geworfen und mich auch nicht dreckig gemacht. Deswegen gibts leider keine Fotos von verschüttetem Essen, obwohl sowas auch mal toll gewesen wäre.

So, und das wars auch schon wieder mit den Einblicken in mein völlig unwichtiges Privatleben. Gute Nacht.

Sonnenlicht

Heute in der Vorlesung:

Student: "Könnten Sie bitte die Fenster aufmachen?"
Prof: "warum??"
Student: "Damit Sonnenlicht reinkommt"
Prof: "Wir sind doch Informatiker...
und außerdem weiß ich gar nicht, wie das geht."

freiheit

wie befreiend das ist, sich auf jemand verlassen zu können, wirklich verlassen zu können. und mir den sinn des lebens / mein selbstwertgefühl nicht aus erfolgen (auf welchem gebiet auch immer) holen zu müssen.

wie glücklich ich sein kann, gottes tochter zu sein :)

Scientology

Von Scientology bin ich noch nie angesprochen worden, bis gestern. Aufdringlich sind die auf jeden Fall. Und so geldorientiert, dass sie ihre Hefte noch nicht mal kostenlos verteilen, sondern erst dafür werben und dann verkaufen wollen. Aber interessant wars schon, wie die das machen.
Muss mal überlegen, was ich mir von den Scientology-Methoden für meine nächste radikal-fundamentalistisch christliche Bekehrungsaktion abkupfern kann... ;)

universitätskirche st. ludwig

Ich wusste nicht, dass Romano Guardini lange in München war, dort gestorben ist und dass sich sein Grab jetzt in der Universitätskirche St. Ludwig befindet. Schon gar nicht, dass er in genau der Kirche oft gepredigt hatte.
Das hab ich vor zwei Wochen völlig ungeplant zufällig entdeckt, also ich mir die Kirche genauestens angeschaut hab. Eine weiße Marmorplatte im Boden gefunden, wo Romano Guardini draufsteht, absolut unauffällig so am Rand in ner Seitenkapelle neben den Stuhlreihen.
Viel wusste ich ja vorher auch nicht von ihm, nur dass er (in meiner doch manchmal arg schwarz-weißen Weltsicht) "einer von den Guten" ist. Und irgendein Buch über, nein von ihm hab ich gelesen, ne Autobiografie, von der ich schon nicht mehr weiß, wie sie heißt - nur dass es beeindruckend zu lesen war. Auf jeden Fall stand ich da in der Kirche und hab die Marmorplatte angestarrt und gedacht: Wooow. Wenn ich explizit danach gesucht hätte, ich hätts nicht gefunden.

Und später, im Gottesdienst dann, hab ich ne Predigt gehört, wo ich mich irgendwie wie in ner Vorlesung vorgekommen bin. Viele Fremdwörter und hochwissenschaftliche Sprache, inhaltlich gings darum, dass dieses Evangelium vom armen Lazarus ja ganz sicher nicht von Jesus so gemeint gewesen sein kann, weil diese Aussagen so gar nicht zu Jesus passen würden. Die moralischen Aussagen dürfte man nicht so sehen, wie es den Anschein hat, denn Jesu Botschaft sei ja in Wirklichkeit Gnade und so weiter, er verurteilt ja eben nicht, also auch nicht die Reichen.
Ich hab mir dabei gedacht: Irgendwie bin ich hier falsch... Und ganz kurz überlegt, was wohl Romano Guardini gedacht hätte, wenn er das hier gehört hätte. Und warum ich mir Lehrveranstaltungen in dieser Art nicht freiwillig antun will, das wusst ich dann auch wieder genau. Weil ganz leicht verwirrt hat mich das ganze schon. Bevor ich dann aus einer weit zuverlässigeren Quelle dran erinnert wurde, dass ich mich vor Gott niederwerfen soll und sonst vor niemand. Was ich sowieso getan hätte, aus Gewohnheit vielleicht sogar nur, aber so war es mehr ein öffentliches Bekenntnis.

city life

Heut hat Deutschland gespielt und alle Fans haben meine U-Bahn besetzt, so dass ich nicht heimgekommen bin, als ich das ganz zufällig zur falschen Zeit wollte. War aber egal, Hauptsache ich hab dann nach der "meine erste Uniparty" unsrer eigenen ersten Uniparty (sprich Minikneipentour zu fünft) die wahrscheinlich vorletzte noch gekriegt. Und mir gedacht, dass ne Notfallstrategie doch recht dringend und sinnvoll wäre, falls mal nicht. Wann fährt überhaupt die erste?

ps@family: nein, keine sorgen machen^^

Muslimin im Mc D getroffen

Sie haben sich zu zweit an meinen Tisch gesetzt, natürlich vorher gefragt, ob es mir was ausmachen würde. Ich hab ihrer Unterhaltung dann eigentlich gar nicht zugehört, sie war auch nur teilweise auf Deutsch geführt. Aber auf einmal haben sie mich ungefragt mit einbezogen: "Wenn jemand keinen Glauben hat, dann ist das schlecht, oder nicht? Dann hat der keine Werte, keine Achtung vor anderen und so. Religion ist wichtig!" Ich lächelnd genickt und zugestimmt. (uups, hoffentlich kamen die nicht aus Bulgarien. Da bedeutet Nicken nämlich nein, und Kopfschütteln ja, wie ich seit ein paar Tagen weiß.) Auf jeden Fall wollte sie dann wissen, was mein rotes Band ums Handgelenk bedeutet, was da drauf steht. Und welche Religion ich sei. Erst als ich sie dann gefragt hab, bin ich drauf gekommen, dass sie Muslimin ist. Und sehr nett. Ich wollte immer schon mal persönlich Muslime kennen lernen.

alltag in und bei münchen

Ist schon toll, in so ner männerdominierten Umgebung zu lernen. Wirklich, ich glaub es liegt daran, dass alle so nett sind. Bei den wenigen Mädels gibts keinen Zickenstress und wenn du Hilfe brauchst, ist immer jemand da, der sich auskennt. Außerdem ist es auch mal toll, so beachtet zu werden. Wenn auch andrerseits wieder emotional anstrengend.
Auf jeden Fall ist es gaaanz anders, als ichs mir vorgestellt hab. Besser. Einfacher. Komplizierter. Unstressiger. Regnerischer. Heißer. Naturbelassener. Weiter. Kleiner. Dörflicher. Kirchlicher. Touriüberfüllter. Voller. Weniger einsam. Einsamer. Anonymer. Mehr Bekannte. Langweiliger. Mit mehr außerirdischem Essen. Weniger Essen. Sportlicher. Gewohnter. Normaler. Fast wie zuhause. Mehr Angebote, weniger Freunde. Gleich wie überall. Viel mehr Fahrräder, mehr Kultur, absolut viel mehr Internationalität. Leichter. Wählbarer.
Ich kann irgendwie gar nicht glauben, dass ich das wirklich mach. Ich. Aber es ist toll. Erstaunlich.

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